Einfache ChancenVor allem Anfänger am Spieltisch unterliegen immer wieder dem Irrglauben, dass es beim Roulette doch in irgendeiner Weise gerecht zugehen müsse. Häufig setzen sie auf lang ausgebliebene Ereignisse, in der Hoffnung, dass es schon irgendwann zu einem Chancenausgleich kommen werde. Bedenkt man allerdings, dass es keine solche Ausgleichsgarantie gibt und bestimmte Ereignisse immer wieder über 100 Coups und sogar noch länger ausbleiben, wird das Risiko einer solchen Vorgehensweise relativ schnell deutlich. Auch ein Gegenspiel auf beispielsweise elf der insgesamt zwölf Dreiertransversalen erweist sich aufgrund des hohen Kapitalaufwands als wenig sinnvoll.

Unser heutiger Strategietipp versucht somit, auf satztechnischem Wege die nachteiligen Folgen, die mit einem Spiel auf beispielsweise elf Dreiertransversalen verbunden sind, zu umgehen, ohne dabei die Vorteile eines Spiels gegen die am längsten ausgebliebene höhere Chance zu schmälern.

Als Grundlage ziehen wir hierfür die drei Einfachen-Chancen-Paare Schwarz/Rot, Pair/Impair und Manque/Passe heran, die insgesamt acht verschiedene Kombinationsmöglichkeiten bieten und damit in ihrer Gesamtheit wahrscheinlichkeitstheoretisch ungefähr zwischen den Sechsertransversalen (Transversales Simples) und den bereits angesprochenen Dreiertransversalen liegen.

Dabei ist folgendermaßen vorzugehen:

Im Rahmen der Vorbuchung streicht man die getroffenen Einfache-Chancen-Kombinationen solange ab, bis nur noch eine von ihnen ausgeblieben ist. Anschließend ist auf das genaue Gegenteil der ausgebliebenen Chance zu setzen.
Ist beispielsweise die Kombination Schwarz/Pair/Passe als letzte noch ohne Treffer, so ergibt sich hieraus ein Satz auf die Kombination Rot/Impair/Manque. Die Partie ist zu beenden, sobald der Gewinnsaldo zehn Einheiten überschritten hat.
Um den Zeitaufwand zu reduzieren, bedient man sich einer einstufigen Satzsteigerung auf zwei Einheiten pro einfache Chancen, welche stets erfolgt, wenn sich der Ecart von seinem jeweiligen Höchststand um sechs Einheiten nach unten entwickelt hat.

Im Folgenden ein Partiebeispiel anhand einer authentischen Permanenz:

N R Kombination bisher gefallen
34 R/Pr/Ps N/Pr/M / / / /
27 R/I/Ps N/Pr/Ps / /
20 N/Pr/Ps N/I/M /
5 R/I/M N/I/Ps  
11 N/I/M R/Pr/M /
1 R/I/M R/Pr/Ps / / /
4 N/Pr/M R/I/M / / /
0 0 ~~~~~ R/I/Ps / / / /
2 N/Pr/M    
10 N/Pr/M Satz: R/Pr/M Gegenteil von offener Kombination
28 N/Pr/Ps    
32 R/Pr/Ps    
34 R/Pr/Ps    
2 N/Pr/M    
19 R/I/Ps    
3 R/I/M    
25 R/I/Ps    
25 R/I/Ps    
16 R/Pr/M   H +/- Saldo
0 0 ~~~~~ 1 ~~~~~ ~~~~~
12 R/Pr/M R/Pr/M 1 3 3
5 R/I/M R/Pr/M 1 1 4
22 N/Pr/Ps R/Pr/M 1 -1 3
18 R/Pr/M R/Pr/M 1 3 6
31 N/I/Ps R/Pr/M 1 -3 3
6 N/Pr/M R/Pr/M 1 1 4
29 N/I/Ps R/Pr/M 1 -3 1
21 R/I/Ps R/Pr/M 1 -1 +/-0
0 0 ~~~~~ R/Pr/M 2 ~~~~~ ~~~~~
12 R/Pr/M R/Pr/M 2 6 6
15 N/I/M R/Pr/M 2 -2 4
30 R/Pr/Ps R/Pr/M 2 2 6
4 N/Pr/M R/Pr/M 2 2 8

Zur Durchführung des Spiels sollte ein Tischkapital von 48 Einheiten verfügbar sein.